Sommerfest 2011

Am dritten September fand unser jährliches und mittlerweile traditionelles Schachsommerfest bei mir im Garten statt. Und wenn es auch meteorologisch eher auf den Herbst zugeht, hatte das Wetter ein Einsehen und man konnte tatsächlich von einem Sommerfest sprechen.

Holger, der uns wie jedes Jahr mit Köstlichkeiten vom Grill verwöhnte, kam bei Sonnen- und Grillglut ganz schön ins Schwitzen. Im schattigen Zelt unter den Bäumen ließ es sich aber sehr gut feiern. Neben uns Schachspielern und Familienangehörigen, fanden das auch meine Haustiere. Mein Hund Bruno, der an diesem Tag 12 Jahre alt geworden ist, war sich jedenfalls sicher, dass der ganze Trubel nur wegen ihm stattfand. Er und die Katzen haben dafür gesorgt, dass auch die Kinder beschäftigt waren und ihren Spaß hatten.

Eigentlich hatte ich gedacht, dass so ein Sommerfest mehr Arbeit machen würde, aber da wirklich jeder etwas mitgebracht hat, hatte ich nicht viel zu tun gehabt. Zelt, Bänke, Musik, Grill und Licht, dann war nur noch der Kühlschrank einzustecken. Nicht mal Getränke musste ich besorgen, die hat unser lieber Dieter Haas zusammen mit dem Spielmaterial angekarrt (wofür ich ihm sehr dankbar bin, so musste ich keine Kästen schleppen). Bernd – oder eher Bianca – hat einen Nudelsalat mitgebracht, Peters Mitbringsel Tatzik, das im Vorfeld für Spekulationen gesorgt hatte (ist es essbar oder kann es Schach spielen??), entpuppte sich als sehr leckeres Tzatziki und Holgers Kartoffelsalat war extra für Hartwig und mich vegetarisch. Alles sehr lecker und reichlich!

Was uns dieses Jahr gefehlt hat, waren Ulis Kuchen. Er war leider verhindert und so hatte ich schon befürchtet, dass es nachmittags eben nur Kaffe geben würde, die Sorge war aber unbegründet: Hartwig und Norbert haben ihn würdig vertreten. Wer hätte gedacht dass die beiden so gut backen können??

Vor lauter essen und reden kamen wir erst spät zum Schach spielen, dafür wurde dann aber bis in die Nacht hinein begeistert Tandem gespielt. Natürlich will jeder seine Partie gewinnen, aber bei 7 Minuten-partien, in denen der Gegner manchmal 4 Springer hat, darf man Schach einfach nicht mehr so ernst nehmen. Deswegen ist es ziemlich unmöglich zu sagen, wer nun am besten gespielt hat und welches Team die meisten Siege davon getragen hat. Klar war nur, dass Klaus auch gegen 3 Türme noch problemlos spielen kann. Deswegen war Hartwigs und meine Strategie: einer hält Klaus hin, der andere setzt seinen Teampartner matt. So kann man auch einem Fide-meister Herr werden!

Ich jedenfalls habe mich sehr über unser schönes Fest gefreut! Und natürlich auch über das Geschenk, dass mir Dieter überreicht hat – auch wenn das nicht nötig gewesen wäre.

Es sollte nichts gewöhnliches sein, nicht einfach was Süßes oder Wein, etwas, dass auch mit dem Verein zu tun hat, etwas, dass sehr schön sein sollte…. Schwierig, schwierig. Anscheinend habt Ihr, liebe Vereinskollegen, Euch richtig Gedanken gemacht, denn das Ergebnis, ein Gemälde vom alten Rathaus, gefällt mir wirklich gut und hängt nun direkt über meinem Bett.

Ich hoffe wir feiern noch viele schöne Sommerfeste zusammen und allen, die nicht da waren kann ich nur eins sagen: selber schuld!

Katrin Hanka