Runde 8

Am Sonntag, den 17. März, haben wir die achte Runde der aktuellen Saison gespielt. Bei dem Wetter war ich wirklich froh, dass es ein Heimspiel war und ich nicht noch weiter mit dem Auto fahren musste. Unsere erste Mannschaft spielte gegen Bergen Enkheim und die zweite gegen Matt im Park.

 

Fast alle Bretter waren besetzt, nur Klaus am Brett eins der ersten Mannschaft saß ohne Gegner da. Ich befürchtete schon, dass Bergen Enkheim das Brett frei lassen wollte, aber dann erschien doch noch jemand. Obwohl die beiden später angefangen hatten waren sie doch ziemlich schnell fertig – der erste Punkt für unsere Mannschaft. An Brett 2 kämpfte sich Henrik tapfer durch eine schlechtere Stellung und am dritten Brett hatte Heinz ziemlich bald ein remis. Interessant fand ich Thorstens Partie, da stand eigentlich alles ganz gut und der Angriff war vorbereitet, als die Dame des Gegners plötzlich auf einem Feld auftauchte, wo weder Thorsten noch ich sie erwartet hätten – bereit sich einfach schlagen zu lassen. Sogar mir ist dann aufgefallen, dass die drohende Springergabel des Gegners die Dame mit Materialgewinn zurück holt und das war es dann leider für Thorstens schöne Stellung gewesen. Mit einer Qualität weniger war da nichts mehr zu machen, dieser Punkt ging an den Gegner. Martin E. hat an Brett 5 souverän gewonnen und Brett 6 war längst verwaist als ich vorbei kam. Dirk hatte wohl einfach einen Turm eingestellt und daraufhin aufgegeben. Schade für die Mannschaft, aber ein kleiner Trost für mich: nicht nur ich mache solchen Unfug! An Brett 7 ging es ähnlich unterhaltsam zu: Dieter Hitzer hatte eine Leichtfigur weniger und ich bin schon davon ausgegangen, dass auch diese Partie für Bad Vilbel verloren wäre, wurde dann aber von Artur mit den Worten „Dieter muss erst eine Figur verlieren um gut zu spielen!“ ans Brett gerufen. Dort sah ich dann Dieters Dame gegen Turm und Springer des Gegners. Ich habe nicht schlecht gestaunt und es fiel mir nicht leicht leise zu sein und das, wo gerade Dieter gerne Ruhe am Brett hat. Letztendlich hat er es geschafft den Sieg zu holen. Artur an Brett 8 war relativ schnell mit seinem Gegner fertig. Dame und Türme standen sich alle im Zentrum gegenüber und nachdem sein Turm den Springer des Gegners geschlagen hatte, gab dieser auf. Holger kommentierte das mit einem Grinsen und den Worten „Ja, der Artur… wenn er will, dann kann er!“. Das war dann der Sieg für unsere erste Mannschaft!

Leider lief es bei der Zweiten nicht ganz so gut. Uli am Brett 1 hatte einen Bauern weniger und versuchte das Beste draus zu machen und im Endspiel selbst einen Bauern durch zu bringen. Zu mir sagte er „ich versuche es wie Du, ich gebe einfach nicht auf!“. Leider erreicht man aber auch mit Beharrlichkeit nicht immer was, der Punkt ging an den Gegner. Dieter Milde spielte seine Partien wie immer: als ich ging war das Brett noch voller Figuren, die Stellung geschlossen und die Zeit wurde knapp. Mich erinnert er mit dieser Geduld immer an eine Katze vor dem Mauseloch und ich kann nur schwer abschätzen wie und durch was diese Partien letztendlich entschieden werden. Diese hat leider der Gegner gewonnen. Jens am Brett 3 hatte ein schnelles remis in der Tasche und an Brett 4 saß unsere Überraschung: Wolfgang hat die Partie mit je einem Bauern mehr auf den Flügeln souverän gewonnen. An Brett 5 erspielte sich Winfried ein remis und an Brett 6 spielte Werner eine wilde Partie, bei der es heiß her ging. Werner spielt eigentlich ruhig und bedacht, umso mehr hat mich diese Partie verwundert. Er hatte dem Gegner remis angeboten, was dieser ausgeschlagen hatte. Als Holger mir das berichtete, dachten wir wohl beide das gleiche: oh je, Werner das remis verweigern bedeutet die Partie zu verlieren. Und es dauerte nicht lange, da hatte er einen Bauern mehr. Das allein reicht Werner ja meist schon, aber plötzlich war es dann sogar eine Leichtfigur mehr! Da kann ja nichts mehr passieren – dachte ich. Leider wurde Werner die Zeit knapp und um ein matt zu verhindern musste er einen Turm geben. Der Punkt ging letztendlich an unsere Gegner. Ich selbst habe mich an Brett 7 mit dem Sohn von Ulis Gegner an Brett 1 herumgeschlagen und war wohl doch ein bisschen abgelenkt. Meine Erkältung ist immer noch nicht ganz weg, aber darauf will ich meine Niederlage nun nicht schieben, ich habe einfach nicht aufgepasst und mein Gegner hat gut gespielt. Noch ein Punkt für Matt im Park. Auch Holgers Sieg an Brett 8 konnte uns da nicht mehr weiter helfen.

 

Wir haben den Mannschaftskampf zwar verloren, aber es waren spannende Spiele und das wichtigste: es hat Spaß gemacht!